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Leitmotiv

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"Lebendige Orte als regionales Netzwerk"

Die LAG Altmühl-Jura ist durch eine Vielzahl von Ortsteilen, Dörfern und Weilern mit einer vergleichsweise geringen Bevölkerungsdichte gekennzeichnet. Von daher besteht die zukünftige Herausforderung darin, diese flächenhafte Struktur im Zuge des demographischen Wandels weiter zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund setzt das Leitmotiv „Lebendige Orte als regionales Netzwerk“ eine Strategie voraus, die sowohl eine Stärkung der Bindungen in den einzelnen Orten (lebendige Orte) als auch zwischen den Orten (regionales, interkommunales Netzwerk) vorsieht. 

Um sich den zukünftigen Herausforderungen zur Sicherung und Entwicklung der kommunalen Standortqualität anzunähern, bietet sich der Begriff „Daseinsvorsorge“ in besonderer Weise an: Er umschreibt die Aufgabe zur Bereitstellung der erforderlichen Leistungen um eine angemessene Angebotsqualität bezogen auf die Größen und Aufgaben der Orte im LAG-Gebiet zu gewährleisten. Dies betrifft neben den klassischen Versorgungsfunktionen auch Arbeits-, Erholungs- und Wohnfunktionen sowie die kulturellen und sozialen Funktionen.

Ausgehend vom Vernetzungsaspekt ist es nicht erforderlich in allen Gemeinden und (Haupt-)Orten ein äquivalentes Versorgungsangebot vorzuhalten, sondern ein Angebot in adäquater Nähe unter Berücksichtigung von geeigneten Nahmobilitätsangeboten zu gewährleisten. Die Nutzung von Daseinsvorsorgefunktionen betrifft in Zukunft nicht nur die Frage der vorhandenen Versorgungsangebote, sondern auch die Frage der Wahrnehmungsmöglichkeiten und Erreichbarkeiten. Die Sicherung und Weiterentwicklung eines qualitäts- und zielgruppenorientierten Daseinsvorsorgeangebotes wird gerade in ländlich strukturierten Gemeinden wie im Verbund der LAG Altmühl-Jura wesentlich davon abhängen, diese beiden Seiten der gleichen Medaille in enger Wechselbeziehung zu entwickeln.

„Lebendige Orte“ und insbesondere „lebendige Ortsteile“ bedeutet, dass es ein Mindestangebot an sozialem, gemeinschaftlichen Leben – auch zwischen den Generationen – gibt. Der Ansatz der lebendigen Orte stellt eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Zielen der letzten Förderperiode dar, die sich u.a. auch in dem Projekt „Tag des Dorfes“ widerspiegeln: Das Dorf als Lebensraum ins Bewusstsein rücken und die Dorfgemeinschaft stärken.


Zusammenfassend werden mit dem Leitmotiv „Lebendige Orte als regionales Netzwerk“ folgende „Querschnittsstrategien“ verfolgt:

  • Dezentrale Konzentration: Konzentration der Daseinsvorsorgeangebote in den Hauptorten der Gemeinden, ohne die Entwicklung in den Ortsteilen zu vernachlässigen bzw. sich selbst zu überlassen. Die Gewährleistung eines adäquaten Versorgungsangebotes im LAG-Gebiet setzt zu allererst leistungsfähige Hauptorte bzw. Versorgungszentren voraus.
  • Vernetzung von Angeboten: Für die zukünftige Gewährleistung von Daseinsvorsorgeangeboten im LAG-Gebiet ist die Vernetzungsstrategie aufgrund der flächenhaften Gemeindestrukturen von maßgeblicher Bedeutung. Wichtig ist eine abgestimmte und abgestufte Gewährleistung von Angeboten in erreichbarer Nähe. Dies setzt u.a. Partnerschaft, Vertrauen und Wohlwollen zwischen den Kommunen voraus. 
  • Soziale Bindung und Zusammenhalt: Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt in den Ortszentren und Ortsteilen zu stärken und damit die Basis für die Geborgenheit des Einzelnen zu legen. Damit dies gelingt, kommt der Förderung von Treffpunktfunktionen in unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen (örtlich, nachbarschaftlich etc.) eine Schlüsselrolle zu. Diese sind verstärkt auch als generationenübergreifende Angebote zu entwickeln.

Das Leitmotiv „Lebendige Orte als regionales Netzwerk“, der übergeordnete Begriff der Daseinsvorsorge und die dargestellten Querschnittsstrategien stellen im Sinne der „Koordinierung und Vernetzung“ das Bindeglied zwischen den Entwicklungszielen des Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) dar.

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