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Aktionskunst in Kinding

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Enthüllung der Aktionskunst in Kinding

„Salvete!“ – so grüßten einst die Römer, die auch in der Gemeinde Kinding ihre Spuren hinterlassen haben.

Mit diesem römischen Gruß hießen Anita Plankl, Rektorin der Grundschule Kinding und Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm Eltern und Schüler zum Schulfest unter dem Motto „Leben am Limes“ willkommen. In diesem Rahmen wurde auch die Enthüllung des Kunstwerkes vorgenommen, das Schüler gemeinsam mit der Ingolstädter Aktionskünstlerin Hanni Goldhardt erstellt hatten.

Alltagsgegenstände wie Schalen, Schild und Schwert, aber auch ein Wachturm oder einen römischen Soldaten haben die Schüler bei einer Kunstaktion nach ihren Vorstellungen mit eigenen Händen aus Ton geformt. Frostsicher gebrannt weisen nun 20 ausgewählte Objekte, die auf Holzstelen befestigt sind, auf den weiter südlich verlaufenden Limes hin. Die Kunstwerke sind im vorderen Bereich des Schulgeländes gut sichtbar zu betrachten.

Die Schüler hatten sich bei einem Besuch im Römer und Bajuwarenmuseum Burg Kipfenberg und im Unterricht auf das Römerfest vorbereitet. So konnten sie über den Schulalltag im alten Rom berichten und trugen bekannte Lieder wie „Bruder Jakob“ und „My Bonny Is over the Ocean“ in lateinischer Sprache vor. „Auch früher schon haben die Schüler oft den Spruch ‚Non scolae sed vitae discimus‘ – ‚nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen wir‘ – gehört“, berichteten die Kinder. Dieser wird auch heute noch oft zitiert. In einem lebhaft vorgetragenen Theaterstück aus dem Buch „Caius, der Lausbub aus dem alten Rom“ von Henry Winterfeld wurde deutlich, dass es in der Schule sehr streng zuging. Wie das Leben am Limes gewesen ist, konnten die Kinder im Anschluss an verschiedenen Spielstationen erfahren.

„Das ist das, was wir uns gewünscht haben, als wir das Projekt KUNSTamBANDamLIMES initiiert haben“, zeigte sich Böhm von den Darbietungen und dem Interesse der Kinder begeistert. Bislang werde das Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes durch Wanderwege und Radwege oder Informationstafeln präsentiert. Aber eben auch mit Kunst könne man das Bodendenkmal sichtbar machen, erklärte Böhm den Hintergrund des Projektes. Für die Kunstaktion mit Hanni Goldhardt war der Dorfstadl in Erlingshofen an 2 Tagen zur Töpferwerkstatt für eine überwältigende Anzahl von Kindern geworden. Böhm dankte der Künstlerin für die Durchführung der Kunstaktion. Ihr Dank galt ebenso den Lehrkräften und dem Elternbeirat, vertreten durch die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzenden Frau Friedrich, für die Bewirtung mit  „römischen“ Spezialitäten. Bei der Enthüllung haben natürlich alle Kinder mitgeholfen. Jedes von Hand gefertigte Objekt wurde dann auch interessiert betrachtet. So wurde das römische Erbe für Jung und Alt in der Gegenwart greifbar.

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Ihr Ansprechpartner: Sabine Lund

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