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KUNSTamBANDamLIMES in Titting

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„No Limit“

Skulptur (2013): 7 Stelen, Relief in Jurakalkstein gearbeitet.

Die römische Präsenz im antiken Germanien ist auch heute noch zweifach zu spüren. Einerseits prägt der Limes, der die Grenze des einstigen römischen Imperiums markiert, das Landschaftsbild in der Region, andererseits ist der Einfluss der lateinischen Sprache im Deutschen deutlich erkennbar. Diesen Einfluss thematisiert das Kunstwerk „No Limit“ von Rupert Fieger aus Eichstätt.

Die weite Anordnung von Stelen aus Jurakalkstein markieren den Limes und lässt seine Längsausdehnung spüren. In den drei Meter hohen Steinstelen sind Zinnen als eingearbeitete Ausklinkungen vereinzelt eingearbeitet. Historische Bezüge zur römischen Antike ergeben sich durch Ort und das Weiterleben des Lateinischen in unserer Sprache. So sind auf den Steinflächen Wortfelder mit lateinischen Begriffen und Sprichwörtern (z. B. aus der Botanik, Kirche, Medizin oder Architektur) als Gravuren und fragmentarische Reliefs zu finden.

Die Visualisierung des Limes erfolgt so zuerst durch den weiten Blick, durch die rhythmische Anordnung in der Landschaft und schließlich durch den nahen Blick auf die eingearbeiteten Details der einzelnen Steine. Ergänzt werden kann das Projekt durch Aktionen wie beispielsweise Lesungen, an denen sich Interessierte beteiligen können. Somit verdeutlicht das Kunstwerk das römische Erbe in Landschaft, Sprache und Kultur über die Grenzen von Zeit und Ort hinweg – „No Limit“.

Das Kunstwerk wurde am 25. Mai 2013 zum Auftakt des „Tag des Dorfes“ vor zahlreich versammeltem Publikum feierlich enthüllt. Bürgermeister Martin Heiß nahm gemeinsam mit Rita Böhm, Vorsitzende des Altmühl-Jura e. V., und zahlreichen Gästen von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche den Festakt vor und dankte den Gemeinderäten für die Unterstützung des von Altmühl-Jura initiierten Projekts.

Der Standort

Der Markt Titting mit seinen elf Ortsteilen bildet das Zentrum des Anlautertals, ein Nebental des Altmühltals. Hier findet man romantische Landschaften, sagenumwobene Burgruinen, das ehemals fürstbischöfliche Wasserschloss und Versteinerungen von prähistorischen Pflanzen und Tieren. Auf einer Länger von knapp 11 Kilometern durchläuft der Limes das Gemeindegebiet im Bereich der Ortschaften Kaldorf, Petersbuch und Erkertshofen. Hier haben sich die Reste der letzten Ausbauphase der „Teufelsmauer“ eindrucksvoll erhalten.

Der mit Lesesteinen über Jahrhunderte verstärkte Limeswall ist in der Nähe von Petersbuch zusätzlich durch Buschwerk markiert. Zahlreiche Türme und Kastelle waren vorhanden, von denen teilweise noch die Grundmauern zu sehen sind. Durch das hinter Petersbuch beginnende Steinbruchgebiet, das Teile des Limes zerstört hat, markiert die Straße nach Erkertshofen den Verlauf des römischen Grenzwalls. Ein im Jahr 1859 errichtete steinerne Denkmal von König Max II. ist ein deutlicher Beweis für die schon früh erkannte geschichtliche Bedeutung des römischen Grenzwalls. Das Kunstwerk „No Limit“ weist nun auf einem Platz in der Nähe von Petersbuch an der Kreisstraße EI 42 auf das kulturhistorisch bedeutsame Bodendenkmal hin und macht es sichtbar und erlebbar für Besucher und Einheimische.

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Ihr Ansprechpartner: Sabine Lund

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