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Einweihung des Kunstobjektes „Gläserner Schutzschild“ von Brigitte Schuster

Der Markt Kinding hat im Ortsteil Schafhausen mit dem Kunstobjekt „Gläserner Schutzschild“ der Glaskünstlerin Brigitte Schuster aus Schrobenhausen an der Kirche St. Martin ein eindrucksvolles Kunstobjekt erhalten.

Der „Gläserne Schutzschild“ im Kindinger Ortsteil Schafhausen ist nun das siebte und damit das letzte Kunstobjekt des Kooperationsprojektes KUNSTamBANDamLIMES der LAG Altmühl-Jura und der LAG Landkreis Kelheim, das der Öffentlichkeit in einem Festakt übergeben wurde. Dieser fand im Rahmen des Pfingstfestes der Ortgemeinschaft Schafhausen statt. Die Künstlerin Brigitte Schuster enthüllte u. a. mit der Kindinger Bürgermeisterin Rita Böhm, mit Manfred Preischl, dem Vorsitzenden von Altmühl-Jura, mit Andreas Brigl, dem Vorsitzenden der LimesGemeinden und mit der Limeskönigin Ramona Jaaks das Kunstobjekt an der Kirche St. Martin. Pfarrer Peter Hauf segnete nach dem Pfingstgottesdienst das Kunstwerk mit einem passenden Zitat aus der Bibel. Böhm begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie viele Schafhauser Bürger zu dem Festakt. Sie  wünschte ihnen viel Freude an „ihrem“ Schutzschild. Der Schild ist eines der ältesten Schutzwaffen der Menschen. Für die römischen Soldaten war er auch ein Erkennungszeichen, heute ist er oft ein Symbol für Obhut. Das Kunstwerk hat an der hochmittelalterliche Kirche St. Martin in Schafhausen einen passenden Standort. Auf der südlichen Anhöhe von Schafhausen sind die Spuren des römischen Grenzverlaufs Limes noch im Wald und in der Landschaft zu erkennen. In seinen Grußworten gingen Manfred Preischl und Kreisheimatpfleger Dr. Karl Heinz Rieder auf die Überwindung der Grenzen und das Denkmal ein.

In seiner launigen Festrede würdigte Richard Gruber, Vorsitzender des BBK Oberbayern Nord und Ingolstadt e. V., die Künstlerin Brigitte Schuster und interpretierte auf seine Weise das Kunstwerk. Letztendlich sei es offen für eigene Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle der Besucher. Zur gelungen Organisation und Durchführung des Festes trug der Heimatverein Erlingshofen unter dem Vorsitzenden Franz Schmid bei. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „Kindinger Dorfmusikanten“.

Böhm dankte dem Gemeinderat, der sich für die Teilnahme an dem Projekt KUNSTamBANDamLIMES entschieden hatte. Ebenfalls galt ihr Dank dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes und dem Landkreis Eichstätt für die finanzielle Förderung.  

KUNSTamBANDamLIMES in Kinding

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Gläserner Schutzschild

Skulptur (2014): Glas und Architekturbeton, formgegossen und geschliffen (ca. 2,60 m).

Das Kunstwerk „Gläserner Schutzschild“ von Brigitte Schuster greift die römisch-militärische Komponente des Limes auf und macht so den Grenzwall bewusst und erfahrbar. Der Schild ist der wohl älteste Schutzgegenstand des Menschen. Er ist militärisches Erkennungszeichen, aber auch Symbol der Obhut und des Schutzes. Der gläserne Schild wird aus Glas und Architekturbeton gefertigt und in eine Betonstele eingepasst. Die Form des Schildes ist an ein „scutum“, den Schild römischer Legionäre, angelehnt und stellt ein mit einem sich kreuzenden Ornament Rechteck dar. Ein an der Vorderseite der Stele eingravierter Ortsname weist auf die nächste bedeutende Station entlang des Limes hin. Eine Windrose gibt zudem zur Orientierung die Richtung an.

Der Standort

Der Markt Kinding zeichnet sich besonders durch seine landschaftliche Vielfalt mit zahlreichen Wasserwegen, Tälern und Hochflächen, schroffen Felsen und ausgedehnten Wäldern aus. Außerdem finden sich mehrere Burg- und Wehranlagen, z. B. die Enkeringer Rumburg oder die Kindinger Kirchenburg. Auch der Einfluss des Imperium Romanum ist in Kinding deutlich zu spüren, obwohl der Markt in der Antike außerhalb des römischen Gebiets lag. So verlaufen nur 600 Meter des römischen Grenzwalls auf der Höhe des Ortsteils Schafhausen durch das Kindinger Gemeindegebiet. Hier findet das Limeskunstwerk „Gläsernes Schutzschild“ seinen Platz.

Prägend für den kleinen Ort Schafhausen ist die Kirche St. Martin, die etwas außerhalb des Dorfes liegt. Folgt man von hier aus dem nach Süden verlaufenden Weg, stößt man bald auf Spuren des Limes, der das Pimer Trockental zwischen den beiden Turmstellen WP 14/70 und WP 14/71 durchquert und durch einen gut erhaltenen Schuttwall noch erkennbar ist. Hier wird außerdem eine Verbindungsroute zwischen der römischen Provinz und Germanien vermutet.

Die offene Fläche vor der barocken Kirche St. Martin, die im Kern mittelalterlich ist und 1751 im Barockstil neu aufgebaut wurde, eignet sich sehr gut als Standort für ein Aktionskunstwerk, um auf den Limes aufmerksam zu machen und ihn in das Bewusstsein der einheimischen Bevölkerung und zahrleicher Besucher zu rücken. 

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Ihr Ansprechpartner: Sabine Lund

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