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Einweihung des Kunstobjektes „Limes ON LINE“ von Herbert Karl und Markus Wurmer

Mit einem offiziellen Festakt wurde bereits das vierte Kunstobjekt im Rahmen von KUNSTamBANDamLIMES der Öffentlichkeit übergeben.

Zur Enthüllung des Kunstwerkes „Limes ON LINE“ und dem anschließenden Festakt waren zahlreiche Gäste nach Altmannstein gekommen. Die Skulptur der Künstlergemeinschaft Herbert Karl und Markus Wurmer macht nun am Limes-Rad- und Wanderweg an der Schambach hinter dem Marktmuseum auf das UNESCO Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes aufmerksam. Auch mit den Füßen lässt sich das größte Bodendenkmal Europas erkunden, denn die Skulptur lädt zum Balancieren ein: Der moderne Limes präsentiert sich in seiner gesamten Längsausdehnung vom Rhein bis an die Donau als Edelstahlbalken. Seine Enden ruhen auf den Sockeln von zwei Denkmälern von König Max II., die in Weißbeton nachgegossen wurden.

Gemeinsam mit den beiden Künstlern enthüllten Bürgermeister Norbert Hummel und Hannelore Eichenseher, 2. Bürgermeisterin, das Kunstobjekt. Pfarrvikar John Joseph segnete im Anschluss das Kunstwerk und betonte, dass Grenzen nicht nur trennen müssten. „Kunst ist aufregend, Kunst ist anregend, Kunst ist anstoßend.“ Mit dem Zitat des Theaterregisseurs August Everding begrüßte Norbert Hummel in seiner Ansprache beim Festakt die Gäste zu einem anregenden Kunstwerk und einem aufregenden Ereignis. Als stellvertretende Landrätin und Vorsitzende von Altmühl-Jura gratulierte Rita Böhm zu der Entscheidung für die Skulptur „Limes ON LINE“. Irmgard Neu-Schmid, Leader-Managerin im AELF Ingolstadt, bezeichnete das Kunstprojekt als Vorzeige-Projekt für die Region, da es die Bürger mit einbeziehe und innovativ sei.

Klaus Heining, Rektor a. D. der Ignaz Günther Schule in Altmannstein hat zu den beiden Künstlern eine besondere Verbindung. In seiner Festrede knüpfte er das Band zwischen Künstler, Kunstwerk sowie dem historischen Erbe und mahnte, das Welterbe Limes zu schützen. Mit der eigens für diesen Festakt komponierten Musik begeisterte der Multiinstrumentalist und Klangkünstler Heinz Grobmeier die Gäste. Er spielte auf Instrumenten aus der Römerzeit, aber auch auf einer selbstgebauten „Limestonleiter“. Die kleinen Musikstücke wurden somit zu einem optischen und akustischen Überraschungspaket. Norbert Hummel wünschte am Ende allen Gästen eine anregende Begegnung mit dem Kunstwerk „Limes ON LINE“.

Bereits während der Gewerbeschau in Altmannstein wurde das Angebot, auf der Skulptur „ON LINE“ zu gehen, gut angenommen. Beide Künstler kamen an dem Tag mit interessierten Gästen ins Gespräch. Eine weitere Attraktion war eine Slackline in der Nähe der Skulptur, auf der Besucher aller Altersgruppen unter Aufsicht eines Profis Grenzerfahrungen machten.

Die Realisierung wird mit Leader-Mitteln gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den bayerischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und den Landkreis Eichstätt. Die Fördermittel wurden durch die LAG Altmühl-Jura beantragt.

Dies ist bereits das vierte Kunstobjekt, das in den LimesGemeinden im Rahmen des Projektes KUNSTamBANDamLIMES realisiert wurde. Das Kunstobjekt „No Limit“ von Rupert Fieger macht in Petersbuch, Gemeinde Titting, und in Kipfenberg auf das Bodendenkmal Limes aufmerksam, in Pfünz in der Gemeinde Walting ist es der „Meilenstein“ von Matthias Braun, der auch auf das nahe liegenden Kastell „Vetoniana“ hinweist.

KUNSTamBANDamLIMES in Altmannstein

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„Limes ON LINE“

Skulptur (2014): Weißbeton und Edelstahl (7,96 m x 1,75 m x 2,19 m).

Entlang des Limes wurden im 19. Jahrhundert unter König Max II. mehrere Gedenksteine errichtet, z. B. die Hadrianssäule. Das Kunstwerk „Limes ON LINE“ von Markus Wurmer und Herbert Karl nimmt dieses Prinzip auf und erweitert es um eine symbolische Dimension. Zwei aus weißem Beton gefertigte Nachbildungen solcher Gedenksteine bilden zusammen mit einem nach dem Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes geformten Edelstahlbalken das Kunstobjekt „Limes ON LINE“. Der Balken bildet den Verlauf des Limes zwischen Rheinbrohl am Rhein bis Hienheim bei Neustadt a. d. Donau ab.

Der Zugang zum Limes ist schwierig, da große Bereiche des römischen Grenzwalls im Boden verborgen oder von der Natur kaum zu unterscheiden sind. Diese unsichtbare Form und der Limes als Grenze und Denkmal werden im Kunstobjekt „Limes ON LINE“ sichtbar und erlebbar gemacht.

Über die historische und archäologische Perspektive hinaus wird das Auge des Betrachters auf die moderne Rezeption des römischen Kulturerbes gelenkt. „Limes ON LINE“ ermöglicht es dem Betrachter, sein inneres und äußeres Gleichgewicht auszuloten. Er ist eingeladen, „ON LINE“ zu gehen, die Grenzlinie zu betrachten und zu überschreiten, im realen wie auch im übertragenen Sinn.

Der Standort

Die Marktgemeinde Altmannstein mit ihren 6.800 Einwohnern liegt im Schambachtal, einem der Seitentäler der Altmühl. 17 Kilometer des Limes führen durch das Gemeindegebiet, außerdem sind 26 Turmstellen und zwei Kleinkastelle als Anlagen bekannt, die teilweise als Reste noch erhalten sind.

Das Kunstobjekt „Limes ON LINE“, das den römischen Grenzwall in Altmannstein in das Bewusstsein von Einheimischen und Besuchern rücken soll, hat seinen Platz gegenüber des Museumsgartens des Marktmuseums in der Mühlgasse. Direkt am Limesradweg gelegen, der durch die Ortschaft führt, macht das Kunstwerk Radfahrer und Besucher sowie die einheimische Bevölkerung auf die Präsenz des antiken Grenzwalls aufmerksam. Der nahegelegene Museumsgarten berbergt ein Wassertretbecken und einen Rastplatz für Radfahrer; so wird der Standort des Kunstwerks zu einem Ort des Verweilens und Entdeckens, an dem das kulturelle Erbe des Limes sichtbar und erlebbar wird.

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Ihr Ansprechpartner: Sabine Lund

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